Halloween

(c)Katharina Böhme

Schon immer wollte ich mir den Spaß machen, einen Kürbis auszuhöhlen und mit einem Teelicht bestückt vor die Haustür zu stellen. Nun werden einige vielleicht den Kopf schütteln und sagen, Halloween sei eine Erfindung der Amerikaner und diene nur Vermarktungszwecken um den Konsum anzukurbeln.

(c)Katharina Böhme

Es mag stimmen, dass Halloween aus Amerika nach Deutschland herübergeschwappt ist, aber seine Ursprünge hat es in Irland. Irische Auswanderer brachten Halloween im 19. Jahrhundert mit nach Amerika und dort wurde es im Laufe der Zeit zu einem nationalen Großereignis stilisiert.

(c)Katharina Böhme

In den USA kommt tatsächlich keiner um Halloween herum. Und der Aufwand, der dort betrieben wird, um dieses Fest zu begehen ist immens. Als ich 2003/04 als Au pair in Pennsylvania war, gaben meine Gasteltern eine große Halloweenparty. Es wurden keine Kosten und Mühen gescheut.

(c)Katharina Böhme

Schon Wochen vorher wurde Holz gekauft, zu Grabsteinen zurechtgesägt und dann kurz vor Halloween mit Farbe versehen. Und schon hatten "Jack T. Ripper" und "Freddy K." ihre letzte Ruhestätte in unserem (durchaus auch ohne Grabsteine gruseligen) Garten gefunden.

 

Aber zurück zu den Kürbissen. Warum stellt man ausgehöhlte Fratzenkürbisse vor die Tür und verkleidet sich an Halloween? Ganz einfach: Wenn Ende Oktober die ertragsarme Zeit auf den Feldern begann, glaubte man, dass die Grenze zwischen der Welt derToten und der Lebenden sehr eng beieinander liegen und die Seelen der Toten sich neue Wirte suchen würden. Um sich zu schützen verkleidete man sich um die umherirrenden Seelen zu erschrecken. Die Kürbisse oder auch Rüben wurden ausgehöhlt, um als Wächter der Familien vor den Häusern treue Dienste zu leisten.

(c)Katharina Böhme

Und dieses Jahr wollte ich endlich auch einmal dazu beitragen und habe mir diesen Wunsch erfüllt. Eigentlich ein bloßer Zufall, da in Luxemburg irgendwo an der Straße eine Verkäuferin mit Gemüsestand saß und ein Riesenjumbo- kürbis nur 1,50 € gekostet hat. So viel Schutz für so wenig Geld! Da musste ich zuschlagen. Und weil meine Familie im Doppelhaus wohnt und um die Gefahr eventuell verwirrter umherirrenden Toten zu umgehen, hab ich für die Nachbarn gleich einen mit gemacht.