Fronleichnam
Wie schön, dass ich in Rheinland-Pfalz lebe! Heute ist Fronleichnam und somit Feiertag! Aber was genau feiern wir eigentlich heute?
Das Fronleichnamsfest (offiziell Hochfest des Leibes und des Blutes Christi) ist ein Hochfest im Kirchenjahr der katholischen Kirche, mit dem die leibliche Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie gefeiert wird.
Der wichtigste Teil der Fronleichnamsfestes ist die Heilige Messe, deren liturgische Texte sich auf das Geheimnis der Eucharistie beziehen. An die Heilige Messe schließt sich in der Regel die Prozession an, regional auch Gottestracht genannt, bei der die Gläubigen die vom Priester getragene Monstranz mit dem Allerheiligsten (einer gewandelten Hostie) in einem Festzug unter Gesang zu mehreren geschmückten Außenaltären begleiten. Dort wird eine Statio mit Evangelienlesung, Fürbitten und abschließendem sakramentalen Segen der Gläubigen und des Ortes gehalten.
Quelle: Wikipedia
Folgendes Video habe ich am 3. Juni 2010 in Trier Tarforst aufgenommen:
Doch was war früher?
Formal zeichnet sich das Fronleichnamsfest durch seine Prozession aus, welche über Strassen, Felder und Fluren führt und an vier im Freien aufgestellten Altären einen Gebets- und Segenshalt macht. Solche Flurprozessionen haben vorchristliche Wurzeln und wurden unter anderem schon von den Römern durchgeführt. Es waren meist Bittgänge für eine gute Ernte oder Opferrituale für die Getreidegottheiten. Das Vorhandensein solcher Bittprozessionen war mit ein Grund, weshalb Fronleichnam sich so schnell und nachhaltig als neues Fest in der Volksfrömmigkeit verankern konnte.
Die Prozession mit ihren strengen formalen Regeln geht auf die Römer zurück. Ursprünglich bezeichnete das lateinische "processio" das (militärische) Voranschreiten oder Vorrücken, wie es von
römischen Legionen vor dem Kampf praktiziert wurde. Diese Form militärisch geordneter Bewegung findet sich noch heute in den traditionellen Fronleichnamsprozessionen. An vielen Orten ist das
Schreiten - im Takt der Musik - noch immer in Zweier- oder Viererkolonne vorgeschrieben. Auffälliges Merkmal der Prozession ist auch ihre vorgeschriebene Prozessionsordnung. Bis zu zwanzig oder
mehr Positionen haben sich in der richtigen Reihenfolge einzuordnen.
die hamann (Sonntag, 13 Juni 2010 15:12)
ha!wie so oft wurde ein heidnisches fest mal eben in christliche nützlichkeiten hin umgedeutet, zur schnelleren bekehrung der ungläubigen.
eine eigene rubrik zu diesem thema fände ich sehr interessant (um zu sehen, wo das noch überall der fall war und was die heiden eigentlich an diesen tagen feierten)ist aber (glaube ich) auch im internet leicht zu finden und jederzeit nachzulesen.