Heilsame Hausmittel

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Wer kennt das nicht: Es ist Wochenende oder spät Abends und man ist plötzlich krank. Oder gar so krank, dass ein Verlassen des Hauses einfach nicht möglich ist. Oder man möchte gar nicht zum Arzt, da man möglicherweise an einen unseriösen Mediziner gerät, der einem z.B. ohne auch nur in den Hals zu gucken  ein Antibiotikum aufschreibt. Viele Krankheiten verschwinden im gleichen Zeitraum mit oder ohne Behandlung, so dass es nicht immer notwendig ist, zu Medikamenten zu greifen um die Beschwerden zu lindern. In so einem Fall ist es praktisch einfache Hausmittel zu kennen, mit denen sich Krankheiten auch ohne Aufsuchen eines Arztes lindern oder heilen lassen (alle Angaben ohne Gewähr).

Im Folgenden möchte ich in alphabetischer Reihenfolge ein paar Hausmittel aufzählen, die nach meiner Erfahrung oder Erfahrung von mir bekannten vertrauenswürdigen Personen als hilfreich empfunden wurden oder sogar wahre Wunder vollbrachten.

Apfel, geriebener

Geriebener Apfel ist ein bekanntes Hausmittel bei Durchfallerkrankungen. Dazu den Apfel schälen, reiben und so lange stehen lassen, bis er braun wird. Dann verzehren.

Joghurt

Joghurt ist ein tolles und günstiges Heilmittel für Frauen. Wer Probleme mit der Scheidenflora hat, z.B. weil man gerade eine Pilzinfektion oder dergleichen hatte, kann statt teuren Scheidenzäpfchen zur Regeneration der Scheidenflora einfachen Naturjoghurt benutzen. (Diesen Tipp habe ich übrigens von einer Frauenärztin.)

 

Dazu besorgt man sich am besten ein paar Spritzen (ohne Kanüle natürlich), die füllt man mit Joghurt auf und spritzt sie sich (am besten im Liegen kurz vor dem Schlafengehen) einfach rein. Da der Joghurt (was Zäpfchen logischerweise auch machen, wenn auch nicht so schnell) ausläuft, sollte man am besten einen Slip mit Binde tragen.

Knoblauch

Knoblauch ist ein natürliches Antibiotikum, das gute Dienste bei Erkältungen, Grippe, Mandelentzündung usw. leistet. Dazu sollte man ihn möglichst roh essen.

 

Mein Zubereitungstipp ist ganz einfach. Man schmiert einfach etwas Butter auf eine Scheibe Brot (kann man nach Belieben salzen) und legt dann in dünne Scheiben geschnittene Knoblauchzehen darauf. Um die Schärfe des Knoblauchs etwas zu dämpfen empfiehlt es sich, die Brotscheibe mit einer weiteren Brotscheibe zu bedecken oder einfach eine Käsescheibe draufzulegen (dann fallen die kleinen Knoblauchscheibchen auch nicht so schnell runter). 

 

So ein Brot, gemeinsam mit Zwiebelsirup (siehe unten) und einer Tasse Gemüsebrühe, dazu noch ein frischer Apfel, wirkt wahre Wunder.

Kümmel

Kümmel ist ein wahres Wundermittel bei Blähungen und hat mich schon oft gerettet! Als Kochzutat (bei ganzen Kartoffeln usw.) mag ich ihn gar nicht, ich benutze ihn eigentlich nur medizinisch.

 

Dazu nimmt man einfach einen  Teelöffel (weniger tut´s auch, der Geschmack ist nicht gerade berauschend) Kümmelsamen in den Mund und zerkaut sie. Dann runterschlucken und innerhalb kurzer Zeit haben sich die Blähungen buchstäblich in Luft aufgelöst.

Mütze

Dieser Tipp ist banal, wird jedoch oft belächelt. Bei Erkältung, Grippe usw. kann es hilfreich sein, wenn man mit Mütze schläft bzw. die Mütze den ganzen Tag aufsetzt. Hilft auch sehr gut bei erkältungs- bzw. grippebedingten Ohrenschmerzen.

Pflaumen, Getrocknete

Getrocknete Pflaumen haben eine abführende Wirkung und sind gut bei Verstopfungen einsetzbar.

Tee, Schwarzer

Schwarzer Tee hilft bei Durchfallerkrankungen (Tipp von einem Arzt). Dazu brüht man sich einen kräftigen Tee und lässt diesen möglichst lange ziehen (bis er fast bitter schmeckt).

Wasser

Bei verstopfter Nase bzw. bei grippe- oder kältebedingten Kopfschmerzen, die entstehen können, wenn sich Schleim irgendwo abgelagert hat, kann ein Dampfbad Abhilfe schaffen.

 

Dazu nimmt man einen Topf oder eine Schüssel und füllt diese mit heißem Wasser. Nach Belieben kann man etwas Salz oder Kamille (Teebeutel oder Essenz) dazu geben. Anschließend hält man den Kopf drüber und bedeckt Kopf und Schüssel mit einem großen Handtuch, damit der Dampf nicht entweichen kann. Und dann schön ein- und ausatmen. Die Augen sollte man dabei geschlossen halten.

Wodka

Möglicherweise funktioniert dieser Trick auch mit anderem Hochprozentigem, ich hatte bis jetz allerdings immer nur Wodka zur Hand im Notfall.

 

Wodka als Heilmittel entdeckte ich vor ein paar Jahren kurz vor einer Silvesterparty. Perfekt gestylt war nicht mehr viel Zeit bis zum Aufbruch, doch plötzlich bemerkte ich ein Kribbeln an den Lippen - Vorboten von Herpes. Wundervoll, dachte ich mir. Panisch nach Herpescreme suchend, die ich nicht fand, entschloss ich mich dazu, Wodka einzusetzen.

 

Dazu einfach etwas Wodka auf ein Wattepad träufeln und die Gefahrenzone betupfen. Wenn man das ein paar Mal gemacht hat, verzieht er sich. (Es gibt zwei Personen, die Zeugen dieser Wunderheilung waren.)

Zwiebel

Die Zwiebel enthält viele ätherische Öle und wirkt als natürliches Antibiotikum. Meine Empfehlung bei Erkältungen und dergleichen: Zwiebelsirup.

 

Dazu schneidet man eine Zwiebel in möglichst feine Ringe oder Stücke, und legt sie abwechselnd mit Zucker Schicht für Schicht in ein Schraubglas. Danach ein paar mal Schütteln und das Glas ruhen lassen. Nach einiger Zeit hat sich der Zucker aufgelöst und es ist eine sirupartige Masse entstanden, die man mit dem Löffel nach Bedarf abschöpfen kann.

 

Davon sollte man mindestens 3 x 1 Esslöffel pro Tag einnehmen bis die Beschwerden abgeklungen sind.

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Kommentare: 8

  • #1

    Claudia (Donnerstag, 23 September 2010 02:53)

    Ja, Wodka für außen UND innen. Hilft garantiert!
    Meine Oma hat anstelle Wodka 4711 Eau de Cologne verwendet, da ist genug Alk drin.
    Wahrscheinlich hatte sie nur keinen Wodka zur Hand...

    Dazu noch Zwiebelsirup und Knobi. Yippie, da kriegst Du einen Platz im Bus.

  • JimdoPro
    #2

    Katharina Böhme (Donnerstag, 23 September 2010 11:04)

    @Claudia: Hat deine Oma 4711 auch innerlich benutzt? ;-)

    Ja, mit dieser Mischung macht man sich keine Freunde.. Aber wenn es einem richtig dreckig geht, verschieben sich die Prioritäten.. ;-)

    Ist übrigens bestimmt auch eine tolle Kombi für Konzerte, wenn man gern ganz weit vor möchte.. dann aber auch auf Kümmel verzichten! :D

  • #3

    Anja (Freitag, 24 September 2010 06:17)

    Ja die alten Hausmittelchen...die sollte man immer zuerst probieren, bevor man zu den harten Sachen greift.

    Zwiebeln, etwas gedünstet in einer Pfanne und dann in Mull oder Küchenpapier einwickeln, das ganze auf das Ohr legen, hilft sehr oft bei beginnender Mittelohrentzündung.
    L.G. Anja

  • JimdoPro
    #4

    Katharina Böhme (Freitag, 24 September 2010 13:10)

    @Anja: Da kann ich ja nur hoffen, niemals ne Mittelohrentzündung zu bekommen.. Ich mag Zwiebeln nämlich gar nicht.. Und am Ohr schon mal überhaupt nicht!

  • #5

    Klarissa (Freitag, 24 September 2010 16:07)

    Hallo Katharina!
    Leider habe ich deinen Link den du mir bei DIVA dagelassen hast jetzt nicht nur aus Neugier angeklickt...hat mich doch erwischt...

    LG aus Österreich,
    eine grantig grummelnde Klarissa

  • JimdoPro
    #6

    Katharina Böhme (Freitag, 24 September 2010 17:45)

    @Klarissa: Das tut mir leid! :-( Hoffe nur, dass du keine Ohrenschmerzen hast.. den Zwiebeltipp von Anja finde ich nämlich ziemlich gruselig.. ;-)

  • #7

    Klarissa (Freitag, 24 September 2010 21:54)

    Oja...hatte auch kurz über den Zwiebelwickel nachgedacht...aber bin viel zu groggi zum Ausprobieren und verzieh mich wieder schwitzend ins Bett. Fieber, Tee trinken, schwitzen und viel schlafen soll ja auch gar nicht so schlecht sein...
    Klarissa

  • #8

    Jason (Donnerstag, 23 Februar 2012 08:09)

    Noch ein Tipp für alle Grippe- und Erkältungskranken: Auch wenn es sich schlecht anfühlt, sollte man auf seinen Schal verzichten. Grund dafür: Die Bakterien im Hals vermehren sich umso schneller, je wärmer sie es haben. (Und wenn es eisig sein sollte ist ein Schal natürlich OK, aber drinnen sollte man ihn schon abnehmen.)

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