Mo
05
Okt
2009
Der Fotograf macht das Bild - nicht die Kamera
Der wichtigste Grundsatz beim Fotografieren ist: Der Fotograf macht das Bild - nicht die Kamera. Ein guter Fotograf kann auch aus einer Handykamera das Beste rausholen und ein schönes Bild machen. Ein schlechter Fotograf wird hingegen auch mit einer Top Spiegelreflexkamera kein gutes Bild hinbekommen.
Hier zwei Beispiele für gelungene Handyfotos (wenn du auf das jeweilige Foto klickst, kannst du es in der Großansicht betrachten):
Wichtiger als die superteure Profikamera ist, dass man sich in das Bild einfühlt. Das bedeutet auch, dass man sich auf die Ebene des zu fotografierenden Objektes begibt. Wenn man also Enten am Teich fotografieren möchte, sollte man sich ruhig mal ins Gras legen und die Welt aus ihrer Perspektive sehen. Das führt auch mit großer Wahrscheinlichkeit zur Belustigung anderer Parkbesucher. (Wurde bereits erfolgreich von der Autorin gestestet.)
Das gilt natürlich auch für alle anderen kleinen Zielobjekte, z.B. Kinder.
Eine Tugend, die man als Fotograf auf jeden Fall mitbringen sollte, ist Geduld. Einem Schmetterling hinterherzujagen kann ganz schön zeitaufwändig sein, aber am Ende lohnt es sich fast immer. Mein Grundsatz ist: Wenn von 100 Fotos eins dabei ist, mit dem ich zufrieden bin, hat sich der Aufwand gelohnt. Für die Session, in der die beiden folgenden Fotos entstanden, habe ich ca. 60 Fotos "verpulvert". Ein Glück, dass es Digitalkameras gibt!
Ein gutes Motiv kann dadurch verdorben werden, dass man den falschen Bildausschnitt wählt. Bei einigen Motiven kann man das Prinzip des goldenen Schnittes anwenden.
Hier mal zwei Beispiele zum Thema Bildausschnitt. Das Motiv ist das gleiche, aber der Ausschnitt jeweils ein anderer. Die Wirkung ist enorm.
Ganz wichtig: Kamera immer griffbereit haben. So kann man auch mal spontan einen Schnappschuß als Beifahrer auf der Autobahn machen (Bild 1) oder beim Spaziergang durch den Park (Bild 2). Man kann ja nie wissen, ob sich nicht eine tolle Fotogelegenheit bietet!
Lass deiner Kreativität freien Lauf. Think outside the box! Dafür kann man auch mal die Sonne in die Hand nehmen. (Die folgenden beiden Bilder wurden leider nicht von mir gemacht.)
Versuche das Besondere im Alltäglichen zu finden. Man muss keine Weltreise machen, um ein interessantes Motiv aufzuspüren. Das erste Foto enstand vor einem Schaufenster und das zweite in einer Kirche.
Zu guter letzt: Fotografieren sollte Spaß machen. Man sollte einfach ganz locker an die Sache rangehen und nicht gleich das Handtuch werfen, weil eine Idee nicht geklappt hat oder man es nicht geschafft hat, ein Motiv so aufzunehmen, wie man sich das vorgestellt hat.
Mit diesem Blogbeitrag nehme ich an der von Julia Stern auf www.fotoholiker.com veranstalteten Blogparade zum Thema Verrate Dein Fotorezept teil.
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- Blogparade: Mein Rezept für bessere Portraits | blitzeria.eu (2009-10-15 16:05:52)
1 Kommentar
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#1
...treffende Worte- "Der Fotograf macht das Bild - nicht die Kamera"...
Sehr guter Beitrag! 